An die Bürger von Rom
ANTE DIEM VIII KAL FEB DCCCLXII A.U.C. (25.1.2012/109 n.Chr.)Rubriken: Politisches, Militärisches, Gesellschaftliches, Leserbriefe
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Bürger von Rom!
Ich muss euch verkünden, dass unser allseits geliebter Imperator Caesar Augustus Gaius Ulpius Aelianus Valerianus leider vor wenigen Tagen in Misenum verstorben ist. Wie es sich herausstellte, wurde er von gedungenen Mördern hinterlistig vergiftet. Diese Männer versuchten damit, Rom ins Chaos zu stürzen und eine Tyrannis gegen das Recht aufzurichten! Angesichts dieser Bedrohung war und ist es meine Pflicht als Stellvertreter und Freund des Kaisers, die Hintermänner dieser schändlichen Tat zu finden und zu bestrafen! Die Pläne dieser Verbrecher zu durchkreuzen war der einzige Grund, warum ich eine Ausgangssperre verhängt habe. Nur so konnte ich verhindern, dass diese Verschwörer ihre Spießgesellen versammeln und mit Gewalt die Macht an sich reißen konnten!
Tatsächlich konnten die tapferen Cohortes Urbanae, verbunden mit den Cohortes Praetoriae, diesen Aufstand mit der Hilfe der Götter vereiteln und erste Verdächtige verhaften, während andere feige geflohen sind oder sich durch Selbstmord der Verantwortung für ihre hochverräterische Tat entzogen haben. Es besteht also vorerst keine Gefahr mehr in Rom selbst! Zur Bekräftigung, dass Rom sich nicht von Verrätern spalten lässt, wird es aber in Kürze ein großes Opfer an Concordia geben, verbunden mit einer Prozession, zu der alle aufrechten Römer eingeladen sind. Außerdem hat der Senat sich der Organisation der Überführung und Beisetzung unseres geliebten Valerianus angenommen, sodass ihr alle bald von Eurem geliebten Staatsoberhaupt Abschied nehmen könnt!
Um zu verhindern, dass die geflohenen Verschwörer sich mit Räuberbanden aus dem Hinterland verbünden und noch einmal versuchen, Rom anzugreifen, bleiben die Sicherheitsmaßnahmen vorerst inkraft! Ich erwarte von jedem aufrechten Römer, dass er seine Pflicht tut und mir hilft, den Hochverrat dieser Verschwörer aufzudecken und zu bestrafen, indem er verdächtige Geschehnisse meldet und sich auf die Seite des Rechts stellt!
Potitus Vescularius Salinator

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Senatswahlen
ANTE DIEM III KAL DEC DCCCLXI A.U.C. (29.11.2011/108 n.Chr.)Rubriken: Gesellschaftliches, Politisches

aum zu glauben, aber erneut neigt sich ein Jahr dem Ende zu und erneut hat der Senat über die Magistraturen zum nächsten Jahr abgestimmt. Und dieses Jahr gab es einige wirklich große Überraschungen.
Doch zunächst zu den Dingen, die wie gehabt vonstatten gegangen sind: Wie schon in den letzten Jahren hat der Praefectus Urbi eine recht umfangreiche Liste mit zu besetzenden Posten im Namen des Kaisers übermittelt und auch dieses Jahr sind viele aus den östlichen Provinzen stammende junge Männer besondere Nutznießer der kaiserlichen Gunst.
So kam Tiberius Ostorius Remmianus aus der Provinz Dalmatia in den Genuss, den Cursus Honorum zu beschreiten. Im folgenden Jahr soll er uns als Triumvir Monetalis dienen. Noch ein wenig weiter aus dem Osten, genauer gesagt von der Nordgrenze Moesia Superiors von den tapferen Männern der Legio XIV Flavia wird der bisherige Tribunus Angusticlavus Cnaeus Renius Caecus von der Ritterlaufbahn in die senatorische wechseln. Er wurde auf den Posten eines Decemvir litibus iudicandis berufen und wird sich demnach demnächst weniger mit der taktischen Verteidigung der Grenzen als vielmehr der taktischen Verteilung von Erbangelegenheiten befassen.
Ebenfalls neu ist Quintus Apronius Lupercus, bislang Procurator Rationis Privatae in Pannonia. Dieser wechselt ebenso von der ritterlichen Laufbahn gleich auf die zweite Stufe der senatorischen Ämterlaufbahn und wird als Quaestor Urbanus über die Wirtschaftsadern Roms wachen. Damit wurde dieser Posten schon zum zweiten Mal direkt vergeben, beide Male an einen Mann aus den östlichen Provinzen, war es im letzten Jahr doch Publius Ventidius Achelos, Edler aus der Polis Zeugma.
Der Bruder besagten Ventidius', namentlich Quintus Ventidius Achelos, wurde dieses Mal auch wieder bedacht. Nach einem Jahr Pause zu seinem letzten Amt als Decemvir litibus iudicandis hat jener dieses Jahr die Ehre, dem Kaiser und seinem Statthalter in Rom als Quaestor Principis direkt zu dienen.
Und auch die beiden Männer, die damals mit Ventidius ebenfalls in den Cursus Honorum eingetreten sind als candidati principis
(wir berichteten) dürfen sich weiterhin in der Gunst unseres Herrschers sonnen. Senatorensohn Marcus Tiburtius Rebilus wird als Quaestor Provincialis nach Asia entsandt, während Marcus Cocceius Alexander, Edler aus der Polis Epidaurum, unseren Consuln als Quaestor mit Rat und Tat zur Seite stehen soll.
Doch auch einige Senatoren wurden als Magistrate berufen. So wurde das Amt des Aedilis Plebis direkt an Quintus Scaevius Camerinus vergeben. Die Acta berichtete ja schon über den beispiellosen Aufstieg des Sohnes des Praefectus Vigilium vom Tresvir Capitalis über den Quastor Provincialis Asiae bis hin zum Senator, der nun mit dem Ädilat wohl weitergeht. So dürfen wir uns hoffentlich auf geregelte Märkte und fröhliche Spiele im kommenden Jahr freuen.
Auch Caius Gavius Apicius, über den wir schon mehrfach berichten durften, wurde wieder bedacht und wird nächstes Jahr das Amt des Volkstribunen wahrnehmen. Das höchste Amt dieses Jahr aber erhält der ebenfalls schon vielfach in der Gunst des Kaisers gestandene Titus Cestius Gallus. Der Mann, der direkt als Quästor Urbanus vor einigen Jahren in die senatorische Ämterlaufbahn befördert wurde, dann direkt zum Senator und im selben Zug zum Tribunus Plebis aufstieg, wird im kommenden Jahr als Prätor Urbanus über die Rechtsgeschäfte wachen.
Soweit, so gut. Im Vergleich zu den letzten Jahren keine große Überraschung. Die behielten sich die Senatoren wohl für die Consulatswahl vor, wo Marcus Vinicius Lucianus und Publius Matinius Agrippa sich um ein gemeinsames Consulat bewarben. Beide Männer im fortgeschrittenen Alter, beide Männer schon gewesene Consule. Und offenbar wollten die beiden es noch einmal wissen, aber so richtig.
Offensichtlich setzte das Gespann einzig und allein auf ihre Reden im Senat, da sie im Vorfeld kaum von sich reden gemacht hatten. Nicht einmal eine kleine Wandschmiererei zeugte von irgendwelchen Zuneigungsbekundungen einer der zahlreichen Fraktionen und Gewerbe Roms, keine Spiele oder Brotspenden wurden im Vorfeld veranstaltet, um sich die Gunst des Volkes zu sichern. Und auch sonst verhielten sich die beiden Consulare im Vorfeld sehr ruhig. Selbst noch bei ihren anfänglichen Reden, die im Grunde nur ihren Namen und den Wunsch, als Consul zu kandidieren beinhalteten. Eine kürzere Rede hatte vermutlich nur seinerzeit Marcus Aurelius Corvinus zu beginn seiner Ämterlaufbahn als Vigintivir gehalten – was damals auch gleich zu einem entsprechenden Kommentar geführt hatte. Was man einem jungen Mann zu Beginn seiner politischen Karriere verzeihen mag, mutet aber bei Consularen etwas seltsam an.
Nach weiteren Nachfragen allerdings äußerte sich Consular Matinius doch noch einmal ausführlicher zu den Zielen seines angestrebten Consulats – nämlich dieselben Dinge, die er bereits mehrfach in den Senat eingebracht hatte: Steuerfreiheit für Senatoren, gepaart mit einer Aufhebung der Handelsbeschränkungen für selbe – zwei Dinge, bei denen sich unsere Leser wohl zu Recht fragen, ob der geehrte Consular wohl den Ritterstand entmachten und ihm nur die gesamte Steuerlast des Reiches aufbürden möchte. Dazu noch die Herabsenkung der Entscheidungsgrenze von derzeit 60% auf 51%, was ebenfalls schon mehrfach eingebracht worden war – und abgelehnt wurde.
Diese Punkte stießen wohl bei seinen Mitsenatoren auf sehr wenig Gegenliebe. Den beständigen Entscheidungen über diese Fragen wohl müde bedachten sie den Matinius mit einem niederschmetternden Ergebnis von gerade einmal 17,39% der Stimmen. Noch nie hatte ein Consul so wenig Stimmen auf sich vereinen können, vor allem nicht, wenn er nicht gegen einen bekannten anderen antrat und damit konkurrierte, sondern an seiner Seite antrat. Ein ähnlich niedriges Ergebnis in offener Wahl erzielten zuletzt Gaius Cornelius Decius und Titus Sergius Glaucia ANTE DIEM XI KAL IUN DCCCLV A.U.C. (22.5.2005/102 n.Chr.) mit 16,95% bei ihrer Wahl um die Quaestur.
Sein Mitbewerber Marcus Vinicius Lucianus konnte da einige Stimmen mehr auf sich vereinen, wenngleich mit 47,83% nicht genug für das höchste Amt des Cursus Honorum. Vielleicht lag es auch hier an der äußerst knapp bemessenen Hauptrede, oder aber an der dafür umso heftiger folgenden Rede, die man schon beinahe als Hetze bezeichnen mochte. So stellte sich der Vinicier ganz offen gegen den Praefectus Urbi, bezeichnete den Senat gar als Marionette des Statthalters, der schon lange keine Entscheidung mehr ohne dessen Erlaubnis gefällt habe. Überraschend war da schon die Einlassung des Vescularius, der diesen direkten Angriff nicht sofort streng bestrafte und Vinicius Lucianus dennoch zur Wahl zuließ. Und dafür, dass der Vinicier mit solchen Äußerungen nahe am Rand des Hochverrats entlangbalancierte, war das Ergebnis doch überraschend hoch. Ein Umstand, der dem Praefectus Urbi wohl zu denken geben dürfte.
Senat hat gewählt
ANTE DIEM IV NON SEP DCCCLXI A.U.C. (2.9.2011/108 n.Chr.)Rubriken: Gesellschaftliches, Politisches

nd erneut ist ein weiteres Jahr vergangen, so dass der Senat wieder über die zu besetzenden Posten innerhalb des Cursus Honorum abgestimmt hat. Und auch dieses Jahr wurde vom Recht des Kaisers, Candidati Principis zu benennen, reichlich Gebrauch gemacht.
So begrüßen wir zunächst zwei neue Senatoren im Plenum der Curia Iulia. Caius Gavius Apicius ist einer der Glücklichen. Im letzten Jahr erst wurde der Mann in den Ordo senatorius erhoben und zum Quästor der Provinz Pannonia Superior ernannt. Eine Stellung, die seinen Vater Marcus Gavius Apicius, den ehemaligen Procurator Illyriens, mit Stolz erfüllen dürfte, ebenso wie dessen jetzige Berufung in den Senat.
Der andere Glückliche ist der ebenfalls letztjährige Quästor der Provinz Asia, Quintus Scaevius Camerinus. Der Sohn des Praefectum Vigilium wurde vor zwei Jahren in den Ordo senatorius erhoben und leistete erst seine Arbeit als Tresvir Capitalis. Ohne die sonst übliche Pause zwischen den Ämtern überzeugte er wohl im letzten Jahr bei seiner Arbeit als Quästor, so dass ihm nun gleich der weitere Weg in den Senat geebnet wurde.
Doch auch einige Ämter wurden so neu besetzt. Wie bereits in den Jahren zuvor wurden einige Quästuren direkt auf Wunsch des Imperators vergeben. Hierbei dürfen wir zunächst einmal Lucius Domitius Scordiscus, den Sohn des Fürsten der Skordisker, zu seinem neuen Posten als Quaestor Provincialis für die Provinz Asia beglückwünschen. Wiewohl er kein gebürtiger Römer sein mag, so hat seine Arbeit als Quattuorvir urbis purgandis vor zwei Jahren den Kaiser wohl davon überzeugt, dass er auch zu höherem berufen ist. Sollte er seine Quästur ähnlich erfolgreich hinter sich bringen, dürfen wir ihn wohl in Kürze auch in den Reihen des Senats begrüßen.
Ebenso Publius Ventidius Achelos, der im kommenden Jahr als Quaestor Urbanus direkt in Rom tätig sein wird. Die Ventidier scheinen hierbei besonders im Vertrauen des Kaisers zu stehen. Publius Ventidius Achelos wurde vor zwei Jahren noch zum Quattuorvir urbis purgandis als Candidatus Principis ernannt, sein Bruder Quintus Ventidius Achelos ist im noch laufenden Amtsjahr als Decemvir litibus iudicandis tätig. Somit sind es gleich zwei Männer aus der Polis Zeugma, die hier dem Cursus Honorum folgen können.
Als dritten Wunschkandidaten beglückwünschen wir Publius Neratius Victor zu seiner direkten Ernennung als Quaestor Consulum. Der Sohn des Praefectus Alae I Ulpiae Miliariae wurde noch vor 2 Jahren in den Ordo Senatorius aufgenommen und zum Tresvir Capitalis ernannt.
Soweit noch nicht viel anders als in den Jahren zuvor und damit nicht weiter verwunderlich. Doch dieses Jahr verkündete der Praefectus Urbi dem Senat überraschenderweise auch die Besetzung höherer Ämter auf Wunsch des Kaisers.
So setzt Tiberius Erucius Vorenus seinen Höhenflug durch die Ämter mittels Direkteinsetzung durch den Kaiser weiter fort. Der Sohn des ehrenwerten Senators Caius Erucius Vorenus, der bereits seine Erhebungen zum Vigintivir, Tribun, Quästor und letztes Jahr schließlich zum Senator der direkten Benennung als Candidatus Principis zu verdanken hatte, wird im kommenden Jahr als Aedilis Plebis seine Arbeit tun. Mit Ausnahme des Tribunus Plebis wurde ein solch hohes Amt zuletzt immer durch die Senatoren gewählt. Und wiewohl Tiberius Erucius Vorenus als Sohn eines Senators kein Homo Novus ist, ist dieser Schritt des Kaisers doch ungewöhnlich.
Doch auch eine Prätur und ein Consulat wurden direkt vergeben. Das erstaunliche hierbei ist, dass die beiden Ämter hierbei durch Vater und Sohn besetzt werden. So ist im nächsten Jahr der ehemalige Iuridiculus der Provinz Illyricum Lucius Vipstanus Sermo einer der beiden Consuln, während sein Sohn Lucius Vipstanus Maecilianus Sermo im nächsten Jahr Prätor Urbanus sein wird. Letzterem wurde vor zwei Jahren die Ehre zuteil, direkt durch den Kaiser zum Tribunus Plebis ernannt zu werden, und das ohne zuvor von sich außerordentlich reden gemacht zu haben.
Im Bereich der restlichen, vom Senat gewählten Ämter wollen wir zuletzt noch ein paar Zeilen über Quintus Flavius Flaccus berichten, der mit 68,75% der Stimmen ein solides Ergebnis erzielen konnte. Als Spross aus flavischem Hause setzten die Senatoren ihr Vertrauen wohl in den Patrizier, der bis dahin weder durch Werbung noch durch große öffentliche Auftritte auf sich aufmerksam gemacht hat. Wenngleich das Wahlverhalten der Senatoren von Beobachtern als sehr zurückhaltend beschrieben wurde, was wohl auf die recht umfangreiche Liste an Candidati Principis, die im Vorfeld der Wahl verlesen wurde, zurückführbar sein könnte, oder auf die sommerlichen Temperaturen, die einigen der Wahlberechtigten wohl doch zusetzen.
Der Flavier wird zwar nicht sein Wunschamt als Tresvir aere argento auro flando feriundo erhalten, dem römischen Volk dafür aber als Decemvir litibus iucandis dienen.
In wenigen Wochen dürfen wir also die neuen Magistrate dann auch offiziell zu ihren Ämtern beglückwünschen, wenn das Amtsjahr vorübergeht und sie öffentlich auf ihre neuen Ämter vereidigt werden.
Von der einen in die andere Tasche
ANTE DIEM VI KAL IUN DCCCLXI A.U.C. (27.5.2011/108 n.Chr.)Rubriken: Gesellschaftliches, Politisches
Kaum ein Gesetz wurde in letzter Zeit derartig knapp entschieden wie der neueste Beschluss des Senates über die Besteuerung der Acta. Mit nicht ganz 55% der Stimmen verfehlte der Vorstoß zweier Senatoren nur knapp die nötige Marke von 60% zur Durchsetzung eines Decretums und wurde somit nicht vorgenommen.
Doch wollen wir einmal näher beleuchten, was dieses Dekret im Endeffekt wirklich bedeutet hätte.
Auch wenn die Acta ein beträchtliches Vermögen verwaltet, muss man sich folgende Dinge vor Augen halten: Die Acta ist eine staatliche Einrichtung, keine private. Ebenso wie der Cursus Publicus oder die Tempelanlagen, wie jede Stadtkasse in jeder Provinz, gehört die Acta dem Staat. Sie ist keine Person, sie ist ein Institut des Staates. In gewisser Weise
ist sie der Staat, ebenso wie die Kaiserliche Kanzlei, ebenso wie der Senat. Nun stellt sich also die Frage, ob der Staat denn überhaupt an sich selbst Steuern zahlen
kann, da das Geld ja bereits im Besitz des Staates ist. Es ist kein Privatvermögen einer Einzelperson, die auf dieses selbstverständlich Steuern zu entrichten hat. Der ein oder andere mag nun vielleicht sagen, dass es Spitzfindigkeit wäre, nun dieses Wort der Steuer allzu wörtlich zu nehmen und es nur darum ginge, den Gesamtstaat durch regelmäßige Geldzuwendungen seitens der Acta zu stärken. An und für sich keine schlechte Idee, nur muss man sich dazu ansehen, woher das Geld der Acta denn überhaupt kommt.
Im Gegensatz zu vielen anderen staatlichen Einrichtungen versorgt die Acta sich rein aus Spenden. Ohne Zuschüsse von Staatsseite für Gehälter oder Leistungen zu erhalten finanziert die Acta ihr Dasein auch ohne zusätzliche Betriebe zu führen oder für ihre Leistungen Geld zu fordern. Vom Auctor bis zum kleinen Schreiberling, von unseren Informanten bis hin zum Ausrufer, der die Neuigkeiten für diejenigen unter uns, die nicht lesen und schreiben können, laut vorträgt, alle diese Menschen erhalten ihr Auskommen einzig und allein durch die Spendenwilligkeit der Bevölkerung. An dieser Stelle möchten wir hiermit allen Lesern ein großes
DANKE
zum Ausdruck bringen, denn ohne euch alle wäre unsere Arbeit sicher nicht möglich.
Und was bedeutet dies nun für das Vermögen der Acta? Die Bürger haben sich dazu entschlossen, der Acta als Institution Geld zu geben, um diese zu stützen. Sie hätten auch dem Staat direkt Geld schenken oder durch Sachspenden ihren Städten helfen können, wie es beispielsweise auch gute Stadtpatrone tun. Sie hätte in ihrem Namen große Opfer abhalten lassen können, um die Götter zu besänftigen. Doch sie haben sich dazu entschieden, ihr Geld der Acta zu vermachen.
Eine Steuer wäre nun nichts anderes als die Entscheidung des Senats, dass diese Bürger sich geirrt haben, oder mehr noch, dass die Bürger nicht wissen, wie viel Geld der Acta zusteht. Man mag darüber streiten, ob die Acta ihr jetziges Vermögen braucht, und in Zeiten der Not wäre es selbstverständlich, dass auch diese Institution ihren Teil zum Erhalt des Staates beiträgt, keine Frage. Doch eine solche Steuer wäre nichts anderes als die amtliche Entscheidung zur Entmündigung des Bürgers bei der Wahl der Zweckgebundenheit seiner Geschenke an den Staat. Der ein oder andere Bürger würde sich wohl nicht ohne Grund fragen, ob dies nicht eigentlich eine Veruntreuung seiner Gelder darstellt.
Erst neulich wurde ein Vorschlag im Senat erörtert, dass Spender gesucht werden für die Erneuerung der Straßen Italias. Wird jenen, die sich hierfür bereit erklären, auch aberkannt, zu wissen wie viel sie geben sollen? Gibt es ein „zu viel“ in Bezug auf das, was jeder einzelne zum Wohle des Staates geben sollte? Gibt es da ein falsch?
Derlei philosophische Betrachtungsweisen sind vielleicht etwas übertrieben, und da das Dekret ohnehin abgelehnt wurde, wohl auch nicht vonnöten. Daher verlagern wir uns lieber auf die Fakten und sehen uns die anderen staatlichen Einrichtungen an.
Fast jede Stadt hat eine eigene Kasse zur Verwaltung, doch die letzte Prüfung dieser öffentlichen Kassen liegt schon lange zurück. Und unseren Recherchen nach zahlen sie von diesen Kassen keine Steuern an die Staatskasse. Der Cursus Publicus, unser beliebter Transporthelfer von Briefen aller Art, zahlt keine Steuern aus den Einnahmen von Postsendungen und Wertkarten. Die Tempel, teilweise reich gesegnet an materiellen Gütern und mit Verdiensten aus dem Verkauf von Opfertieren und Dienstleistungen beim Opfern zahlen keine Steuern. Warum also sollte die Acta dies tun? Warum wird nun nur von der Acta und neuerdings der Schola Atheniensis verlangt, einen Vermögensbericht zur Prüfung vorzulegen? Zumal die Gehälter benannter anderer Institutionen von der Staatskasse getragen, während Gehälter der Acta nur durch Spenden finanziert werden, ohne festes Gehalt von Staatsseite.
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass der Vorschlag zur Besteuerung und Enteignung des Vermögens der Acta von zwei Männern in den Senat eingebracht wurde, von denen der erste aus seinem Landbesitz mehr Bezüge erhält als der Praefectus Aegypti als höchster Ritter des Reiches für seine Amtstätigkeit als Entgelt, und von denen der zweite sich schon lautstark und vehement über die Acta beschwert hat. Ein Schelm, wer böses hierbei denkt.
Nun ist es vielleicht eben jener Charakter der Finanzierung durch Spenden, der die Acta weniger wie ein Staatsorgan und mehr wie ein privater Verein erscheinen lässt. Daher haben wir auch in dieser Richtung recherchiert, wie denn die Sachlage bei den vielen verschiedenen Vereinigungen privater Natur ist. Natürlich denkt man dabei sogleich an die Factiones, die zum Kauf und Unterhalt ihrer Gespanne gemeinsame Kassen führen. Und verblüfft mussten wir feststellen, dass sie nicht steuerpflichtig sind.
Daneben gibt es noch die vielen Kultvereine verschiedenster, teils fremdländischer, teils einheimischer Gottheiten. So unterschiedlich diese Vereine in Bezug auf ihre Riten und Gebräuche sind, sie haben eines gemeinsam: Sie zahlen keine Steuern.
Tatsächlich fand sich trotz tiefgreifender Recherchen nur ein einziger Verein, der steuerpflichtig war, namentlich Pars Fidelis. Und dieser wiederum hat in seiner Satzung nicht nur den Anschein, gegen das gesetzliche Verbot der Einmischung von Vereinen in die Politik zu verstoßen, sondern darüber hinaus auch seit Jahren keine Mitglieder mehr, die Kasse und die Satzung sind nur ein Relikt aus grauer Vorzeit.
Dives Iulianus hatte während seiner Regierungszeit die Lex Communitatis dergestalt eingerichtet, das Vereine keinerlei Eigentum besitzen durften, also auch keine eigenen Kassen. Vor nunmehr 9 Wahljahren wurde dieses Gesetz geändert auf Betreiben des ehrenwerten Consular Tiberius Durus, der die Notwendigkeit für Vereinseigentum insbesondere für gemeinschaftliche Anschaffungen wie Vereinsräume oder bei Factiones eben Gespanne gegeben sah. Aufgrund seines beherzten Vorstoßes wurden diejenigen Bestandteile der Lex wieder widerspruchsfrei abgeschafft, die Eigentum verboten. Lediglich das Verbot zum Führen eigener Betriebe blieb bestehen.
Im Zuge unserer Erkundigungen konnten wir erfahren, dass damals bereits heftig diskutiert wurde, dass den Vereinen gleichzeitig eine Steuerpflicht auferlegt sein sollte, so dass dies nicht die Möglichkeit zur Steuerhinterziehung eröffnen würde. Immerhin könnte man so einfach einem Verein das eigene Vermögen überschreiben und würde damit aufgrund der fehlenden Persönlichkeit des Vereins der Steuerpflicht entgehen, was wohl auch ursprünglich der Grund für das gänzliche Eigentumsverbot bei Vereinen gewesen war. Doch de facto wurde diese gesetzliche Einschränkung nie vorgenommen.
Die Götter allein mögen wissen, wie viele Steuergelder dem Staat so jährlich vorenthalten wurde von findigen Geschäftsleuten. Doch tatsächlich hat der Staat momentan keinerlei Handhabe gegen dieses Vorgehen.
Vielleicht sollte der Senat zunächst einmal hierüber entscheiden, wie er bei gänzlich privaten Vereinen und Vereinigungen vorgehen möchte, bestenfalls mit einer Prüfung eben jener Bücher zur Feststellung, ob aktiv Geld dem Staat entzogen wurde, ehe er darüber befindet, ob ein Teil des Staates dem anderen zu regelmäßigen Ausgleichszahlungen verpflichtet ist. Vor allem, wenn eben jener Teil, obwohl er stets der Kontrolle des Staates untersteht und sich vor dem Senat jederzeit rechtfertigen muss, von eben jenem keine Zuwendungen erhält, sondern sich einzig und allein aus diesen Spenden schon seit Jahren selbst finanziert.
Der Senat hat gewählt
ID MAI DCCCLXI A.U.C. (15.5.2011/108 n.Chr.)Rubriken: Gesellschaftliches, Politisches

rneut hat der Senat die Magistrate für das kommende Jahr vergeben, und auch dieses Jahr wollen wir unsere geneigten Lesen informieren, wer im nächsten Jahr die Geschicke des Staates lenken wird.
Wie schon die letzten Jahre war auch dieses Mal die Liste der Sonderwünsche, die dem Senat durch den Praefectus Urbi mitgeteilt wurde, recht umfangreich. Zunächst einmal wurden gleich vier neue Senatoren einberufen, die uns allesamt von den letzten Wahlen noch in guter Erinnerung sein sollten.
Zunächst wäre da Titus Cestius Gallus, den wir demnächst in den Reihen des Senats begrüßen dürfen. Vor einem Jahr begann der Mann seine Karriere via Direkteinstieg als Quaestor Urbanus, ebenfalls als Candidatus Principis, ohne zuvor ein Vigintivirat bestritten zu haben. Ganz offenbar muss er hierbei dermaßen beeindruckt haben, dass er nicht nur direkt zum Senator Roms ernannt wurde, sondern gleichfalls direkt zum Tribunus Plebis aufsteigt. Diese Ehre muss einen besonderen Stellenwert im Leben des Mannes wohl einnehmen, hat er durch diese Position doch nicht nur die Pflicht, die Stimme des Volkes zu vertreten, sondern ebenfalls das Recht, gegen jedwede öffentliche Handlung eines Beamten sein Veto einzubringen. Für einen Homo Novus ein beachtlicher Aufstieg, bei dem sich einige wohl fragen mögen, welcher Art die Qualifikationen des Mannes nun genau sind, dass der Kaiser ihm dieses Amt so schnell anvertraut.
Vielleicht erinnert sich der ein oder andere Leser auch noch an die drei Herren Caius Servilius Erauscus, Marcus Hosidius Pannonicus und Tiberius Erucius Vorenus, über deren ebenfalls sehr verblüffenden Aufstieg wir bereits letztes Jahr berichteten. Offenbar hält ihr persönlicher Siegeszug weiter an, denn nach abgeleisteten Vigintiviraten und Quästuren in zwei aufeinanderfolgenden Jahren stehen auch sie auf der Liste der neuen Senatoren.
Damit erhält der Senat gleich vier Männer, die bis vor wenigen Jahren noch weitestgehend unbekannt waren. Tiberius Erucius Vorenus ist Sohn des ehrenwerten Senators Caius Erucius Vorenus und damit nicht gänzlich als Homo Novus zu bezeichnen. Doch sowohl Caius Servilius Erauscus als auch Marcus Hosidius Pannonicus hatten bis vor wenigen Jahren lediglich eine Stellung als Decurio im fernen Pannonien vorzuweisen.
Doch unser Praefectus Urbi wäre nicht er selbst, wären die vier Männer die einzigen, die er im Namen des Kaisers dem Senat vorstellte. Auch dieses Jahr wurden wieder einige Quästuren und Vigintivirate direkt vergeben. So fanden sich zwei junge Männer direkt als Quästor wieder, und vier neue Vigintivire haben sich wohl das Vertrauen des Herrschers verdient. Auffällig mag hierbei sein, dass jene Männer vornehmlich neue Gesichter darstellen, die vor ihrer Förderung nicht öffentlich in Erscheinung getreten sind. Vor allem junge Männer aus den östlichen Provinzen scheinen es dem Regenten angetan zu haben, so kommen sie aus Pannonia, Asia, Epidaurum oder dem fernen Zeugma. Vor allem aus letzterer Polis scheinen besonders fähige Männer zu stammen, da nach dem letztjährigen Quattuorvir urbis purgandis Publius Ventidius Achelos nun auch sein Bruder Quintus Ventidius Achelos in den Ordo senatorius aufgestiegen ist. Letzterer wurde als Candidatus Principis zum Decemvir litibus iudicandis erklärt.
Doch auch abseits der kaiserlichen Kandidaten gab es natürlich weitere Männer, die das nächste Jahr als Magistrat Roms verbringen werden.
Die absolute Überraschung dieser Wahl war sicherlich Aulus Tiberius Ahala Tiberianus, Sohn des Consulars Manius Tiberius Durus. Mit 80% der Wahlstimmen hat der junge Patrizier ein absolut formidables Ergebnis eingefahren, und das, obwohl bislang von ihm nichts zu hören war. Manche munkeln sogar, der Bursche habe nicht einmal einen Patron, fast, als existiere er gar nicht. Auch blieben große Wahlkampfreden oder andere Gesten aus. Doch scheinbar hat der Name Tiberius noch genug Gewicht, um das Vertrauen der Senatorenschaft zu rechtfertigen, so dass man zu diesem überragenden Ergebnis nur Glückwünsche aussprechen kann. Wollen wir hoffen, dass der Tiberier in seinem Amt auch den Elan zeigt, den wir nach dieser Vertrauensbekundung wohl erwarten dürfen.
Weniger vertrauensvoll zeigte sich der Senat hinsichtlich der kandidierenden Quästoren.
Mit gerade einmal 61% der Stimmen wurde Sextus Aurelius Lupus ins Amt gewählt. Vor zwei Jahren noch konnte der Aurelier, der wohl jüngst Vater geworden ist, noch ganze 11 % mehr für sich gewinnen. Dieses Mal scheinen die Senatoren weitaus kritischer geworden zu sein, was den Sprößling der Gens Aurelia angeht. Man kann nun darüber spekulieren, ob dies aufgrund der hartnäckigen Gerüchte ist, die Aurelier würden unter einem bösen Zauber zu leiden haben – zuletzt verstarben nach dem Pontifex und Senator Marcus Aurelius Corvinus noch zwei weitere Gensmitglieder, Marcus Aurelius Cotta und jüngst Aurelia Narcissa. Oder aber es liegt an der Amtsführung des momentan noch amtierenden Aedils Tiberius Aurelius Avianus, der seine Amtszeit im Vergleich zu seinem Vorgänger geradezu gespenstisch ruhig und unspektakulär bislang verbracht hat. Vielleicht wäre es hinsichtlich der Familienpolitik besser gewesen, die angekündigten Spiele etwas weiter vor die Wahl zu terminieren. Oder aber – als dritte Möglichkeit – es lag doch an dem Aurelier selbst, dessen Rede wohl nicht mehr so zu begeistern wusste wie die zum Vigintivirat vor zwei Jahren.
Mit einem identischen Ergebnis wurde auch Titus Duccius Vala ebenfalls zum Quästor gewählt. Damit folgt er seinem Vater Flavius Duccius Germanicus nach, der seinerzeit mit 62% der Stimmen ein beinahe deckungsgleiches Ergebnis bei seiner Wahl zum Quästor verzeichnen konnte. Somit verlor er im Vergleich zu seiner Wahl zum Vigintivir ganze 13%. Trotz Berufung auf seinen Vater kann der junge, aus dem fernen Mogontiacum stammende Mann den Beigeschmack des Homo Novus wohl nicht abstreifen. Trotz – oder vielleicht gerade wegen – seines Tribunats im seuchengeplagten Mantua und dem durch die Straßen hallenden Ruf nach dem 'Held von Mantua' – dessen Heldentaten an unser Redaktion scheinbar unbemerkt vorbeigegangen sind – zeigten sich die Senatoren entsprechend skeptisch und verliehen diesem Misstrauen durch das zurückhaltende Wahlverhalten Ausdruck.
Das knappste Wahlergebnis erreichte Lucius Iulius Centho, der im zweiten Anlauf lediglich 53% der Stimmen auf sich vereinen konnte und damit im nächsten Jahr Ädil sein wird.
Nun bleibt dem Senat noch ein wenig Zeit, den Kandidaten auch geeignete Plätze zuzuweisen, auf dass wir sie in einigen Wochen zu ihren Ämtern auch offiziell beglückwünschen dürfen, wenn sie als Magistrate Roms vereidigt werden.
Mit lachendem Herzen in die Schlacht – Legio XXII besiegt die Blemmyer
ANTE DIEM VI ID MAI DCCCLXI A.U.C. (10.5.2011/108 n.Chr.)Rubriken: Neues aus Aegyptus, Militärisches

lut färbt den Sand. Das Schlachtfeld ist zerwühlt, übersät von den toten Körpern der Feinde. Hier, im äußersten Süden des Imperiums, an der Wüstenoase Tasheribat, hat die Legio XXII Deiotariana den Feind gestellt und vernichtet. Zahllose Überfälle hatten die grausamen Reiterkrieger der Blemmyer verübt, ganze Karawanen abgeschlachtet, nicht einmal vor Angriffen auf die im Süden stationierten Einheiten schreckten die blutgierigen Barbaren zurück. Nun haben sie den Zorn des römischen Adlers schrecklich zu spüren bekommen.
Unter dem Kommando des Praefectus Legionis Tiberius Octavius Dragonum hat die Legio XXII, die bis vor einigen Jahren aufgrund ihrer Rolle im Laeca-Aufstand nicht mehr den besten Ruf genoss, zu neuer Tatkraft, neuem Glanz gefunden. Unermüdlich drangen die Soldaten ins feindliche Gebiet vor, ließen sich von Gluthitze, Skorpionen und Pfeilen aus dem Hinterhalt nicht den Kampfesmut verderben. Durch geschickte Diplomatie versicherte sich der Feldherr der Unterstützung eines friedfertigen Nubierstammes und ihrer Kundschafter, welche ein untrügliches Gespür für die Wüste besitzen. So konnte das Hauptheer des Feindes aufgespürt und zu einer offenen Feldschlacht gezwungen werden.
Über sechstausend der Wüstenkrieger hatten sich an der Oase zusammengerottet, die meisten beritten auf Dromedaren, die sie wie Schlachtrösser abzurichten pflegen. Mit großem Lärmen, wildem Geheul und gewittergleichen Kriegstrommeln peitschte sich die Barbarenhorde zum Kampf auf. Doch aus römischen Kehlen schmetterte ihnen stählern der Schlachtruf der XXII entgegen: "Mars nobiscum! Mors hostibus, nullus captivus!"
In einer klassischen, zweifach gestaffelten Treffen-Formation rückten unsere tapferen Legionäre vor, ertrugen standhaft den Beschuss durch unzählige Pfeilsalven, ließen den Feind dafür römische Feldartillerie schmecken.
Gewaltig prallten die Heere aufeinander. Die Blemmyer kämpften mit wildem Furor, unsere Soldaten hatten einen harten Kampf auszufechten. Da wo die Schlacht am wildesten tobte, mussten gar die Offiziere zu den Waffen greifen. So führte der Tribun Faustus Decimus Serapio, als die Linien der zweiten Kohorte aufgerieben zu werden drohten, selbst einen kühnen Vorstoß in die feindlichen Reihen, erfüllte so die Herzen seiner Männer mit neuem Mut und wendete das Blatt. Dabei schwerverwundet, hätte er diese Tat um ein Haar mit dem Leben bezahlen müssen, doch sein eigener Vetter, Appius Decimus Massa, ein einfacher Miles der Deiotariana, beschirmte ihn, obschon selbst aus vielen Wunden blutend, mit unbeugsamem Willen und wahrem römischen Heldenmut vor den Klingen des Feindes. Erst als der Tribun in Sicherheit war, brach der tapfere Soldat zusammen. Die Redaktion der Acta Diurna und mit ihr sicherlich alle Leser hoffen, dass diese beiden Helden Ägyptens ihre verdiente Belohnung für ihren Mut und ihren Einsatz für Rom erhalten werden.
Der Legionspräfekt Tiberius Octavius Dragonum selbst zeigte, dass er seit seiner Vergangenheit ex caligae nichts verlernt hat, als er mit einem treffsicheren Speerwurf den feindlichen Kriegsherrn vom Leben zum Tode beförderte.
Sobald die Blemmyer ihre Niederlage nahen sahen, wandten sie sich feige zur Flucht, doch der Großteil der mörderischen Horde wurde von unseren Jungs an Ort und Stelle niedergemacht.
Wieder einmal war Rom siegreich, und die Bewohner Ägyptens atmen auf, einer schweren Last ledig. Endlich begeben sich die Karawanen wieder auf die Reise, gerät der gelähmte Handel erneut in Bewegung. Zufrieden wird auch der Statthalter sein, Appius Terentius Cyprianus, der altgediente Parthienveteran, der zuvor die XXII kommandierte, und sie nun, getreu seinem Ruf stets hart durchzugreifen, auf diesen Feldzug sandte.
Mars war mit den Männern der Deiotariana. Zum Dank haben sie nach der Schlacht alle erbeuteten Waffen dem Herrn des Krieges als Opfer dargebracht. Mittlerweile befindet sich die Legion auf der Rückreise. In Syene, wo sie mit großem Jubel empfangen wurde, haben die Soldaten sich eingeschifft, sie werden in Bälde in Alexandria erwartet.
Kurznachrichten aus dem Senat
ANTE DIEM VIII ID MAI DCCCLXI A.U.C. (8.5.2011/108 n.Chr.)Rubriken: Politisches

ie man aus dem Senat erfährt, finden hier derzeit eine Vielzahl an Abstimmungen statt, welche unter anderem durch die Präsentation eines Berichtes über die finanzielle Situation der Acta Diurna und langwierige Diskussionen über bestehende Leges heraus entstanden sind. So entscheiden die Senatoren aktuell zum Beispiel darüber, ob die Acta Diurna in Zukunft besteuert werden soll. Auch findet derzeit die Entscheidung darüber statt, ob man einen Finanzbericht von der Schola Atheniensis einholen soll. Weitere Abstimmungen zu diesem Thema sind dann wohl auch nicht gänzlich ausgeschlossen. Eine ebenfalls sehr aktuelle Abstimmung betrifft die Wiedereinführung der Leges Aelia Sentia, Atilia und Laetoria sowie die Anerkennung eines Senatorenkommentars bezüglich der Mündigkeit als legitime Grundlage für Rechtsgeschäfte.
Bei den zur Abstimmung stehenden Leges handelt es sich um bis dato nicht mehr gültige, welche sich unter anderem mit dem Freilassungsrecht, dem Vormundsrecht bei Mündeln sowie dem Schutz des puberes minores beschäftigen. Es heißt, dass die Wiedereinführung dieser Gesetze dazu führen sollen, dass das aktuell gültige Gesetz Lex Flavia de operositas für nichtig erklärt wird.
Die Abstimmungsergebnisse werden in Kürze erwartet und die Acta Diurna wird im Anschluss über diese und die sich daraus ergebenden Konsequenzen ausführlich berichten.
Mantua und seine Folgen
KAL MAI DCCCLXI A.U.C. (1.5.2011/108 n.Chr.)Rubriken: Gesellschaftliches
Wie das aktuelle Beispiel von Mantua zeigt, ist niemand davor gefeit ein Opfer von etwaigen Seuchen zu werden. Erste Gerüchte Mantua betreffend sprachen gar von der schlimmsten Pestis, die die Götter uns bisher gesandt haben, doch konnten diese mittlerweile scheinbar ein wenig widerlegt werden, da es laut Zeugenberichten bereits erste Anzeichen einer Besserung geben soll. Bei der Seuche in Mantua handelt es sich laut Berichten aus der Stadt wohl um schwerwiegende Formen diverser Erkrankungen, die jeden im Laufe eines Lebens einmal erwischen kann: Fieber, Husten, Halsschmerzen, Schüttelfrost, Kopfschmerzen und Müdigkeit sind nur einige der Auswirkungen des Fluches, Gliederschmerzen, tränende Augen, laufende und im Verlauf verstopfte Nase, trockene Kehle, Appetitlosigkeit, Übelkeit und im schlimmsten Fall sogar Erbrechen weitere. Des weiteren kann es zu innerem Bluten - dies zeigt sich zum Beispiel mit Nasenbluten oder Blut beim Husten - und 'Fluss' kommen. Die Häufung der Kombinationen machen klar, dass die Götter eine eindeutige Botschaft schicken wollten. Was sie genau damit bestrafen wollen, ist eine Sache, die zu Spekulationen führt. Doch nichtsdestotrotz müssen sowohl die Priester als auch jeder andere Bürger sich nun bemühen, die Götter wieder wohlgesonnen zu stimmen.
Was aber kann man gegen eine solche Seuche tun? Wie kann man sich selber schützen? Entgegen diverser Meinungen scheint der pure Abstand zu den Kranken nicht zu reichen. Die Seuche ist vielmehr wohl etwas, das sich durch die Luft verbreitet - von den Göttern durch den Wind gesandt, ebenso wie durch Berührung und Flüssigkeiten. Fliehen? Die Kranken im Stich lassen und sich selbst retten? Aber kann man sich sicher sein, nicht bereits angesteckt zu sein und damit die Seuche in das ganze Land zu tragen? Ja, ist diese letzte Gefahr nicht sowieso schon gegeben? Was ist mit den Reisenden, Händlern, Tabularii? Ehe hier nun ein jeder ob dieser Worte in Panik ausbricht, möge man sich folgende Punkte durchlesen:
Zunächst einmal ist die Seuche augenscheinlich auf Mantua und dessen Umgebung beschränkt und erste Berichte besagen, dass sich dies auch nicht so bald ändern wird. Auch wenn man sogar hier und da in Rom von vereinzelten Fällen hört, doch scheinen diese bisher nur böse Gerüchte zu sein und es bleibt zu hoffen, dass die Götter nicht auch noch die Ewige Stadt heimsuchen werden. Doch warum wurde gerade Mantua heim gesucht? Warum hat es diese Stadt - von der man sonst eher selten etwas Aufregendes oder Schlimmes vernimmt - so schwer seitens der Götter getroffen? Liegt der Grund etwa in einem Frevel? Oder haben die Menschen Mantuas einfach die Götter mißachtet? Ist Götterlästerung im Spiel? Schändungen der Tempelanlagen oder hatten die Götter einfach nur einmal Spaß daran die Menschen zu prüfen? Genaue Antworten kann man dazu bisher nicht finden. Nur Gerüchte! Sehr viele - teilweise logisch klingende, teilweise aber auch welche, die an den Haaren herbei gezogen wirken. Welche von Menschen, die man berücksichtigen sollte und jene, die bei einem Becher Wein zu viel in der Taverne ihr Bestes von sich geben.
Die Liste der Opfer ist ohne Fragen groß, doch scheint es keine Verbreitung ausserhalb des bereits genannten Gebietes zu geben. Auch hört man vereinzelt bereits von Genesenden, ja sogar von Menschen, die von den Göttern verschont geblieben zu sein scheinen. Was aber tun diese anders, als jene, die erkrankt sind? Einerseits gibt es wohl Personen, die von Natur aus immun gegen solche Art von Krankheiten sind, andererseits sorgen sie mit ihrer Körperhygiene dafür, dass die Krankheit sich nicht unkontrolliert ausbreiten kann. Dazu zählen regelmäßiges Händewaschen, auswaschen - mit heißem Wasser - der getragenen Kleidung, im Zweifel sogar das Tragen von Schutztüchern vor Mund und Nase. Auch ist es in einigen Fällen sicher nicht unsinnig, sich den Kranken dadurch zu entziehen, dass man zu Hause bleibt. Doch - sobald erste Anzeichen der Erkrankung auftauchen - sollte man sich dringlichst an einen Medicus wenden, denn letztlich besitzt er das entsprechende Fachwissen um sowohl die Fluchauswirkungen zu bekämpfen und mit Hilfe und Gnade der Götter den Erkrankten zu heilen. Warum helfen all diese Maßnahmen? Kann man sich dadurch wirklich schützen? Selbst die Medici können nicht allumfassend erklären, wieso gerade das Hände waschen so hilfreich ist, doch wissen wir sicher, dass dem Entfliehen des Windes ein gewisser Schutz anheim liegt, denn schließlich ist es jener, über den die Götter die Seuche von einem zum anderen tragen lassen.
Doch die Ursachen, die kann nur ein jeder selber bekämpfen! Menschen von Mantua - ebenso wie alle Anderen des römischen Reiches - geht zu den Tempeln, betet für die Kranken aus Mantua und dafür, dass die Götter Euch und Eure Stadt verschonen möge, bittet die Götter um ihre Gnade und opfert, denn nur so werden wir alle die Götter wieder gnädig stimmen können und dürfen hoffen, nicht selber ein Opfer dieser Seuche zu werden.
Was aber bedeutet diese Seuche nun für Mantua? Aktuell kämpfen die Überbleibsel der Verwaltung Hand in Hand zusammen mit der Legio dafür, dass die Geschicke der Stadt trotz der Katastrophe ihren Weg gehen und entsprechend den Möglichkeiten gelenkt werden. Trotz des Zustandes der Bevölkerung - oder gerade deswegen - muss man auch in Mantua mit dem Abfall der Gesellschaft rechnen, welcher in diesen Tagen hochkocht und sich an dem Elend der Kranken und Verstorbenen gütlich tut. Diebe und Meuchler sind in solchen Zeiten gerne unterwegs - ungeachtet der eigenen Gefahr für sie, die sie auch anfällig für die Pestis macht, angesichts ihrer frevlerischen Taten gegenüber den Menschen und den Göttern sogar noch stärker als alle anderen. Doch bisher hört man nur Gutes von der Arbeit der Männer, die sich die größte Mühe geben in Mantua zumindest soweit es zu solch schrecklichen Zeiten möglich ist, die Normalität aufrecht zu erhalten.
Doch was bleibt? Ohne Frage wird die Stadt nicht mehr sein wie vorher. Die vielen Toten sprechen für sich. Viele Familien verlieren ihre Angehörigen und einige Familien werden gar gänzlich aus dem Stadtbild verschwinden - entweder durch Tod oder Flucht. Schon jetzt ist das Leben in Mantua zu einem fast gänzlichen Stillstand gekommen und wird wohl auch noch lange brauchen, bis es wieder zu einem normalen Alltag zurückkehrt. Viele Posten sind ob der Krankheitsfälle verwaist und werden ob der daraus oftmals tragischen Konsequenz von den eigentlichen Inhabern nicht mehr besetzt werden. Auch wenn diese Nachricht traurig ist, so muss man doch ehrlich sagen, dass dies für einige auch Chancen mit sich bringt. Doch noch ist das Leben nicht in die Stadt Mantua zurück gekehrt und unsere Gedanken sollten bei jenen sein, die täglich um Leben kämpfen, das eigene oder das anderer, und bei jenen, deren Kampf bereits vorbei ist und die Angehörige zurück lassen, denen wir auch auf diesem Wege unser tief empfundenes Beileid zum Ausdruck bringen möchten.
Noch mehr Tote in Mantua
ANTE DIEM VII ID APR DCCCLXI A.U.C. (7.4.2011/108 n.Chr.)Rubriken: Gesellschaftliches

ieder haben wir die traurige Aufgabe, eine Liste mit Namen zu veröffentlichen. Diese Namen sind die neuesten identifizierten Opfer der Seuche in Mantua. Man hat uns zudem gebeten, mitzuteilen, dass dies wirklich nur die Namen der Toten sind, die man identifizieren konnte. Die Zahl der nicht identifizierten Toten und der Vermissten ist hierbei nicht enthalten, und wir können auch keine Mutmaßungen darüber anstellen, wie groß sie letztlich wäre.
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ADMINISTRATIO CIVITATIS MANTUAE
PUBLICAT
SECUNDAM TABULAM VICTIMAE PESTIS
Acerronia Publiciana Crassa
Afrania Tuberta
Aponia Procilla
Arennia Nacca
Arpineia Recta
Artoria Hirriana
Ateia Marcella
Atilia Appuleiana
Aulus Terrasidius Buteo
Bavia Fufidiana Soemias
Bruttia Rupa
Bruttia Septitiana
Cadia Crista
Cadia Rebila
Cadia Tympana
Caedicia Opimiana
Caius Albinius Asconianus Canina
Caius Lafrenius Victorius
Caius Numicius Volusus
Caius Petreius Perpennianus Posca
Caius Popillius Quirinus
Caius Saltius Opimianus
Canidia Cascelliana
Canutia Genuciana
Carsuleia Lolliana
Carsuleia Marsa
Cartilia Tacita
Casperia Sabula
Castricia Tuditanaria
Catia Arruntiana
Cicereia Eutrapela
Cilnia Orfita
Cincia Ummidiana
Cloelia Glaucia
Cluentia Galla
Cluvia Patuleiana
Cnaeus Critonius Blaesus
Cnaeus Precius Pontianus
Cnaeus Silicius Lucilianus
Cnaeus Venuleius Corona
Cnaeus Vespasius Tiro
Cominia Fauciana
Cominia Romana
Corfidia Mesciniana Caia
Cornelia Silana
Cossinia Triciptina
Cossus Appius Graeceius
Cossus Avienus Clemens
Cossus Crepereius Papirianus Paciacus
Cossus Orphidius Vibulanus
Cossus Paccius Mimnermus
Cossus Tarquinius Pastor
Cossus Toranius Pollio
Crepereia Hybrida
Curia Matura
Curia Ravilla
Decimus Falanius Vibullianus
Decimus Mindius Esquilinus
Decimus Tedius Merenda
Dellia Scaevina
Epria Capella
Epria Firmana
Epria Lucilla
Fabia Amafaniana Tertullina
Fadia Plautiana Tubula
Faustus Caninius Manilianus Pietas
Faustus Canuleius Mamercinus
Faustus Canutius Barea
Faustus Cloelius Serenus
Faustus Numonius Faucianus
Faustus Ofillius Hordeonianus
Faustus Septimius Vocula
Faustus Vespasius Antianus
Fidiculania Sanga
Fonteia Lucretiana
Galeo Marius Trio
Galeo Persius Papus
Gallia Mindiana Celsa
Gallia Thalna
Gellia Scaevola
Genucia Cluentiana Cavarina
Horatia Ateriana
Horatia Taria
Hortensia Hybrida
Hortensia Satria
Hostilia Rammiana
Icilia Cotta
Iullus Faucius Alfenianus Lentidius
Iullus Fuficius Pullus
Iullus Patrobius Pulex
Iullus Titinius Ateianus
Iullus Turulius Macula
Kaeso Cupiennius Tarpa
Kaeso Plinius Pedanianus
Kaeso Procillius Nasennianus Thrasea
Lafrenia Clepsina
Lartia Cana
Lecania Plotina
Lucius Aquinius Umbricius
Lucius Arpineius Flaccinator
Lucius Equitius Fufianus Ursicinus
Lucius Orcivius Vespasianus
Lucius Pupius Obultronianus Messalla
Lucius Sextius Nacca
Lucius Trebanius Mamercus
Lucius Tuccius Licinianus
Lucius Turpilius Salvianus
Lusia Tusca
Maelia Tanusiana
Mamercus Ogulnius Gaetulicus
Mamercus Plennius Opiternianus
Mamercus Sabidius Decianus
Mamercus Sittius Capitolinus
Mamercus Verrius Staius
Manius Baebius Papias
Manius Caeparius Sempronianus
Manius Cesellius Vala
Manius Flavius Viscellinus
Manius Nasennius Caepio
Manius Petronius Trabea
Manius Pontificius Phameas
Manius Titidius Faberianus
Marcus Autronius Vibullianus
Marcus Caninius Camerinus
Marcus Coponius Longus
Marcus Statorius Hippianus
Marcus Varinius Thalna
Maria Herminiana
Memmius Pinarius Melinus
Memmius Plinius Caeliomontanus
Memmius Vitrasius Ampianus
Mucia Domitiana
Mummia Staiena
Naevia Carsuleiana
Nautia Icciana Platorina
Neratia Calvena
Nero Cascellius Mugillanus
Nero Foslius Faustulus
Nero Herminius Naevianus Simplex
Nero Orphidius Nigrinus
Ninnia Turda
Novellia Vitelliana
Novia Statiliana
Numerius Eprius Maenianus Calusidius
Numerius Hippius Turbo
Numerius Iuventius Agrippinus
Numerius Laenius Pompeianus
Numerius Mucius Turrinus
Numerius Sempronius Furnianus
Numerius Tudicius Damio
Numicia Hostiana
Opimia Gemella
Paullus Caesetius Corfidianus
Paullus Cicereius Promotus
Paullus Gessius Auruncus
Paullus Hordeonius Galba
Paullus Rufius Hypsaeus
Paullus Verulanus Philonicus
Pedia Ocrea
Percennia Bestia
Pilia Taura
Pinaria Capra
Plancia Taratia
Plautia Variana Vespa
Pompilia Licina
Pompilia Proba
Postumia Hateriana Buca
Potitus Fecenius Frontinus
Potitus Quintius Sulca
Procillia Rufilla
Publius Asinius Globulus
Publius Scaptius Bala
Publius Sittius Graecinus
Publius Tongilius Scaevianus Nepos
purius Matius Orfianus
Quinctia Dasia
Quintia Numoniana Antonina
Quintus Acutius Cerealis
Quintus Fannius Gurges
Quintus Obsidius Pandus
Quintus Paeonius Anicetus
Quintus Tudicius Iavolenus
Quintus Verulanus Scrofa
Renia Sidicina
Rubellia Cavarina
Rubellia Sittiana
Rubria Aureliana
Rubria Turda
Rutilia Gaetulica
Sabellia Sabidiana Silvana
Salvia Larga
Sanquinia Staiena
Septitia Terentiana
Sergia Decriana Quieta
Sergia Frontina
Servia Lariscola
Servilia Saeniana Pocycleta
Servius Cicereius Ralla
Servius Fulcinius Tympanus
Servius Iuventius Icilianus Cavarinus
Servius Ovinius Salvidienanus
Servius Paccius Rubrianus
Servius Titinius Thyrsus
Sextus Tillius Ummidianus Fenestella
Sextus Varisidius Hordeonianus Myrtilus
Sisenna Marius Turbo
Sisenna Pedius Pennus
Sisenna Tettius Corvus
Sisenna Trebellius Carisianus Polyaenus
Sisenna Vehilius Porcina
Spurius Acilius Pennus
Spurius Caesetius Papus
Spurius Ennius Felix
Spurius Orbius Visellianus Decula
Spurius Rabirius Toranianus Maecenas
Spurius Trebatius Menoporus
Spurius Volteius Acutianus
Statilia Mindiana
Tamisia Proba
Tarquitia Graecina
Terentia Structa
Thoria Pera
Thoria Ticida
Tiberius Cantilius Ligarianus
Tiberius Faucius Cingonianus
Tiberius Fulvius Poplicola
Tiberius Gavius Valentianus
Tiberius Helvius Taurea
Tiberius Horatius Falcidianus
Tiberius Livius Calvena
Tiberius Perpennius Lentidius
Tiberius Tarquitius Domitianus
Tiberius Turselius Procillianus Umbrenus
Titia Repentina
Titidia Propertia
Titus Cossinius Naso
Titus Egilius Pindarus
Titus Egnatuleius Firmus
Titus Herennius Vettianus
Titus Hosidius Graeceius
Titus Seius Cispianus
Titus Tempanius Thermus
Traulia Sorana
Trebania Romana
Trebatia Fufiana
Trebelliena Cingoniana Pacata
Turrania Blosia
Tuscilia Furiana
Ursania Caeciana Thalna
Valeria Otaciliana
Valgia Surdina
Variskisch Livilla
Vehilia Annalis
Velia Telesina
Vetilia Domitilla
Vibidia Hirpina
Vinicia Mela
Virginia Praeconina
Vitruvia Serrana
Volteia Aebutiana Capita
Volumnia Densa
Volusus Acutius Fulcinianus
Volusus Cossutius Arrianus
Volusus Sepullius Cotta
Volusus Tarquitius Sacrativir
CIVITES PROPRII
IN MANDATO
Sextus Cluentius Glabrio

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